Was kostet Ihre
Ivanti DSM Migration?
Berechnen Sie Aufwand, Kosten und Dauer für den Wechsel von Ivanti DSM zu Tanium – und erfahren Sie, wann Sie spätestens starten müssen, um vor dem End-of-Life fertig zu werden.
Ihre Umgebung
Ihr Ergebnis
| Analyse & Design | – |
|---|---|
| Tanium-Infrastruktur | – |
| Paketmigration | – |
| Pilot | – |
| Rollout Clients | – |
| Server-Migration | – |
| Betriebsübergabe & Schulung | – |
| Projektmanagement | – |
| Gesamt | – |
Diese Rechnung ist eine Schätzung auf Basis abgeschlossener Migrationsprojekte. Der tatsächliche Aufwand hängt von der Komplexität Ihrer Pakete, gewachsenen Abhängigkeiten und Ihren Freigabeprozessen ab. Eine belastbare Grundlage entsteht im Migrations-Workshop mit einer Inventarisierung Ihrer realen Paketlandschaft.
Woher die Zahlen kommen
Der Rechner arbeitet nicht mit Herstellerangaben, sondern mit Aufwandswerten aus eigenen Migrationsprojekten. Die wichtigsten Annahmen offen dargelegt:
Paketmigration mit Werkzeug
Mit IDERI move und pace liegt der Aufwand bei rund 1 bis 2 Stunden pro Paket. Referenz: ein Energieversorger mit 300 Paketen, migriert in 40 Personentagen – das entspricht knapp einer Stunde pro Paket.
Paketmigration ohne Werkzeug
Pakete mit eigener Installationslogik müssen vollständig nachgebaut werden: 6 bis 24 Stunden pro Paket, je nach Verschachtelung und Logik. Dünne Wrapper um ein MSI oder MSIX liegen bei etwa 4 Stunden. Genau hier entsteht der große Unterschied.
Welche Pakete wirklich zählen
Die Zahl in der DSM-Konsole führt in die Irre. Ein großer Teil der Pakete besteht aus Patch- und Treiberauslieferung. Patch-Management ist in Tanium bereits enthalten, und die Treiberinstallation steckt in DSM in einer eigenen Client-Logik, die ohnehin neu aufgebaut werden muss. Beides erzeugt keinen Paketmigrationsaufwand. Bei einem Energieversorger blieben von rund 2.600 Paketen gut 270 echte Migrationskandidaten übrig.
Warum die Spanne so breit ist
Zwei Umgebungen mit gleicher Paketanzahl können sich im Aufwand um den Faktor drei unterscheiden. Entscheidend ist, wie viel Eigenlogik in den eScripts steckt, wie tief sie verschachtelt ist und wie gut die gewachsenen Abhängigkeiten dokumentiert sind.
Was zusätzlich zur Paketierung kommt
Analyse und Zielarchitektur, Aufbau der Tanium-Infrastruktur, Pilotphase, Client- und Server-Rollout, Betriebsübergabe und Projektmanagement. Diese Blöcke skalieren mit Endpoints und Standorten, nicht mit der Paketanzahl.
Fragen zur DSM-Migration
Was kostet eine Ivanti DSM Migration?
Der Aufwand wird maßgeblich von der Anzahl der Anwendungspakete und davon bestimmt, wie viel eigene Installationslogik in ihnen steckt. Mit einem Migrationswerkzeug wie IDERI move liegt der Aufwand bei etwa 1 bis 2 Stunden pro Paket, ohne Werkzeug bei 6 bis 24 Stunden für Pakete mit komplexer Logik und rund 4 Stunden für einfache MSI-Wrapper. Bei einem Tagessatz von 1.440 € netto ergibt das für ein mittleres Projekt mit rund 300 Paketen und 5.000 Clients eine Gesamtinvestition im mittleren sechsstelligen Bereich – einschließlich Analyse, Infrastruktur, Rollout und Betriebsübergabe.
Wie viele meiner DSM-Pakete müssen wirklich migriert werden?
Deutlich weniger, als die DSM-Konsole anzeigt. Ein erheblicher Teil der Pakete dient der Patch- und Treiberverteilung. Patch-Management ist in Tanium bereits enthalten, diese Pakete entfallen also vollständig. Die Treiberinstallation liegt in DSM in einer eigenen Client-Logik, die sich nicht übersetzen lässt, sondern in der Zielplattform neu aufgebaut wird. In einem Projekt bei einem Energieversorger blieben von rund 2.600 DSM-Paketen gut 270 echte Migrationskandidaten übrig. Für eine belastbare Aufwandsschätzung zählt nur diese kleinere Zahl. Welche Pakete in welche Kategorie fallen, lässt sich vorab mit einem Analysewerkzeug automatisiert auswerten.
Wie lange dauert eine DSM-Migration?
Typische Projekte liegen zwischen 12 und 18 Wochen. Die Laufzeit hängt weniger an der Anzahl der Endpoints als an der Paketlandschaft und daran, wie viele Personen parallel arbeiten können. Ein Parallelbetrieb von DSM und Tanium verlängert die Laufzeit, senkt aber das Ausfallrisiko erheblich.
Wann ist der letzte Zeitpunkt, um mit der Migration zu beginnen?
Ivanti DSM erreicht das End-of-Life am 31. Dezember 2026. Rechnet man eine typische Projektlaufzeit von 12 bis 18 Wochen zurück, liegt der letzte reguläre Startzeitpunkt im dritten Quartal 2026. Wer später startet, muss priorisieren: kritische Pakete zuerst, der Rest im Parallelbetrieb nach dem Support-Ende.
Was ist ein eScript und was passiert damit bei der Migration?
Das eScript ist das DSM-Paket: die Skriptdatei, in der alle Installationsbefehle stehen – Dateikopien, Registry-Eingriffe, Bedingungen, Benutzerdialoge, Kontextwechsel. Es gibt also keine Pakete „mit“ und „ohne“ eScript, sondern nur unterschiedlich komplexe eScripts. Genau daran hängt der Migrationsaufwand.
eScript ist DSM-spezifisch und lässt sich nicht direkt auf eine andere Plattform übertragen. Ohne Werkzeug muss die Logik jedes Pakets analysiert und in PowerShell oder PSAppDeployToolkit nachgebaut werden. IDERI move liest das eScript aus und interpretiert es für die Zielplattform, wodurch dieser Nachbau in den meisten Fällen entfällt. Ein reines Übersetzen einzelner Befehle greift ohnehin zu kurz – entscheidend ist die dahinterliegende Logik.
Was passiert mit Paketen, die andere Pakete aufrufen?
Der Befehl RunEScript ruft aus einem Paket heraus ein weiteres auf. Er kommt in der Praxis selten vor, weil es dafür inzwischen bessere Mittel gibt – Ivanti selbst rät von ihm ab, weil er die Rechte- und Policy-Logik von DSM umgeht.
Bei der Migration löst man solche Pakete auf zwei Wegen: Entweder werden sie in Tanium zu einem Software Bundle zusammengefasst – einer geordneten Sequenz von Paketen mit definiertem Verhalten im Fehlerfall – oder das Paket wird in zwei eigenständige Pakete aufgeteilt. Welcher Weg richtig ist, hängt davon ab, warum der Aufruf ursprünglich eingebaut wurde: eine echte Abhängigkeit wird anders behandelt als eine reine Ablaufsteuerung.
Was ist der Unterschied zwischen IDERI move und IDERI pace?
IDERI move ist das Migrationswerkzeug: Es exportiert die bestehenden DSM-Pakete einmalig und überführt sie in die Zielplattform, etwa Tanium Deploy. IDERI pace, das packagingCenter, ist die Paketierungslösung für den laufenden Betrieb danach – sie ersetzt die Paketierungsfunktion, die vorher DSM übernommen hat. Im Migrationsprojekt greifen beide ineinander.
Was passiert, wenn wir nach dem 31.12.2026 noch auf DSM sind?
Ab dem 1. Januar 2027 gibt es keine Sicherheitsupdates, keinen Support und keine Weiterentwicklung mehr. Endpoints, die nicht mehr zuverlässig gepatcht werden können, sind nicht nur ein technisches Risiko, sondern auch ein regulatorisches: NIS2 verlangt ein funktionierendes Schwachstellen- und Patch-Management. Ein nicht mehr unterstütztes Verteilsystem lässt sich in einem Audit schwer verteidigen.
Wie genau ist diese Schätzung?
Der Rechner liefert eine Bandbreite, keinen Festpreis. Die Aufwandswerte stammen aus abgeschlossenen Projekten, aber jede DSM-Umgebung ist über Jahre gewachsen. Die größte Unsicherheit liegt im tatsächlichen Zustand der Pakete. Belastbar wird die Zahl erst mit einer Inventarisierung – genau das ist Inhalt des Migrations-Workshops.